Tanzprojekte
TWO GO CRAZY
Der Moment nach dem Aufstehen, der morgendliche Gang in die Küche, irgendwo zwischen Traum und Wirklichkeit. Der Andere ist auch da. Nicht sprechen wollen, für sich sein wollen, erst einmal einen Kaffee trinken. Eine Leere, die angefüllt ist mit Schweigen, das ab und zu unterbrochen wird vom Röcheln der Kaffeemaschine.
Wie jeden morgen ...
Gabriele Koch und Christoph Schütz sind seit vielen Jahren als freischaffende Tänzer, Choreografen und Darsteller tätig. Ihre künstlerischen Wege haben sich in den letzten Jahren immer wieder gekreuzt. Mit TWO GO CRAZY erarbeiten sie ihr erstes gemeinsames Stück. Hierbei geht es um eine banale alltägliche Situation, die jedem von uns geläufig ist und die sich anscheinend immer wiederholt. Die morgendliche Stimmung nach dem Aufstehen, ist eine Art Zwischenzeit, in der wir versuchen, von unserer Schlaf- und Traumwelt Abstand zu nehmen, unsere emotionale Verletzlichkeit zu schützen und ihr wieder immer wieder eine Form für den Tag zu geben. In dieser Arbeit geht es darum, genau dieses Unausgesprochene, all das was sich eigentlich zwischen den zwei Menschen abspielt, zu beleuchten.
In Fall
Ein abendfüllendes Programm der Tänzerinnen und Tänzer der SOMEBODYELSE DANCECOMPANY, bestehend aus mehreren Stücken. Alle setzen sich mit dem gemeinsamen Thema: „Wie beeinflußt das Verhältnis zum Raum die Beziehung zueinander?“ auseinander.
Vier TänzerInnen auf der Bühne nehmen den Raum wahr, gestalten, beschreiben, begrenzen, erforschen, betreten, verlassen und teilen ihn. Sie lassen dadurch untereinander und im Publikum Bilder, Assoziationen und Emotionen entstehen. Alle vier Stücke sind Improvisationen, Choreographien im letzten Moment. Jedes entstand unter der Regie jeweils eines Companymitgliedes, und zeigt dessen spezielles Interesse an Improvisation.
ZOOM
Mit ZOOM, einer Serie von Tanzperformances in der U-Bahn Berlin beeinflussten, gestalteten und verfremden die TänzerInnen der Somebodyeslse Dancecompany und deren Gäste den Alltagsort U-Bahn. Sie provozierten einen ungewohnten Blick auf das, was die ZuschauerInnen alltäglich erleben.
Soziale und zwischenmenschliche Ereignisse werden heran gezoomt und tänzerisch-theatral bearbeitet, so daß diese ganz eigene Welt in ihrer Absurdität, Komik und auch Schönheit sichtbar wird.
Ein Zuschauer:„Hier verschwindet Realität und Inszenierung, das finde ich toll“.
ZOOM 1 beschäftigte sich vorangig mit dem menschlichen Erleben in der U-Bahn und den Stationen. Situationen werden intensiviert, verdeutlicht und interpretiert:
Subtile und offene Gewalt;....Isolisation inmitten von Menschen;...Flirts, Humor, Lebenslust, Gemeinschaft;...Hilfsbereitschaft und Ignoranz;... .
Zum Anderen wurden die architektonische Besonderheiten der Züge und Stationen „herangezoomt“. Der Blick der ZuschauerInnen wird auf details wie Größe, Farbe, Baustil und auf die Atmosphäre des jeweiligen Ortes gelenkt. Auch surreale Bilder entstanden bei dieser Betrachtung und teilweisen zweckentfremdung der funktionalen Konstruktionen.
ZOOM 2 war eine Neubearbeitung von ZOOM 1, gemeinsam mit der griechischen Company „Lathos Kinissi“
In ZOOM 3 ging es vorrangig um Darstellung und Bearbeitung von Zeit-Raum-Stukturen der U-bahn.
Themen sind unter anderem: die beständige Veränderung am Ort U-Bahn, ständige Bewegung..., die Reaktionen, Folgen..., Rythmen, die durch Bewegung der Menschen und Dinge entstehen.., Musik...,Kontinuität durch immer wiederkehrende Abläufe..., der Einfluß des Raumes, seiner Architektur, Geräusche, und Atmosphäre auf die Bewegungsqualitäten und Muster.
DREIVIERTEL MEHR
ein Solotanzstück frei nach Ingeborg Bachmanns Kurzgeschichte „Undine geht“.
Undine, eine Figur, im Konflikt mit den Lebenskonzepten der Menschen. Der Menschen die ihren Platz gefunden haben, in Familie, Beruf, Politik oder Selbstverwirklichung... . Sie sieht immer einen billigen Kompromiß. Sie ist auf der Suche nach dem Absoluten.
Das Wasser, in das sie immer wieder zurückkehrt, ist Flucht und Sehnsucht: Flucht, vor der Einsamkeit und der Unmöglichkeit mit einem Anderen eins zu werden, Sehnsucht nach Auflösung, frei von Worten, ...immer wieder aufs Neue.
Die Choreographie Gaby Kochs zeichnet sich durch eine extreme Körperlichkeit und Intensität aus. Es erschließt sich dem Publikum eine klare Bilderwelt... .“ WAZ